Interessantes zu unserer Geschichte :

Das Dorf Laudenau wurde erstmals im Jahre 1012 in der Beschreibung des von Heinrich II. dem Kloster Lorsch geschenkten Wildbannes erwähnt. Damals noch unter dem Namen Lutenhaha.

Es war seit Altersher dreigeteilt :

Laudenau das Dorf, Laudenau unter den Bäumen, und Laudenau / Freiheit. Diese drei Teile standen zu früherer Zeit auch unter verschiedenen Lehnherren und waren sogar verschiedenen Pfarreien zugeteilt.

Postkarte ca. 1950

Die Grenzen der drei Zehnten trafen unweit der heutigen Freiheit zusammen, es ergab sich ein "Niemandsland", worauf keine unmittelbare Gerichtsbarkeit Zugriff hatte ( außer vielleicht dem Kaiser, denn der hätte so etwas nicht geduldet).

Es heißt, wer sich etwas zuschulden kommen ließ, und es schaffte, auf dieses Areal - das wohl von hohen Hecken umstanden gewesen sein mußte - zu kommen, der hatte 48 Stunden Asylrecht und konnte Schutz und Hilfe suchen.

Daß sich dieses auch einige Räuber und Taugenichtse zunutze machten, liegt auf der Hand.

Aber auch die Zehntherren, unter Ihnen die Grafen von Erbach und die Herren von Rodenstein hielten Ihre Gerichtstage auf diesem Platz ab.

Diese ganzen Umstände und die Nähe zum Wald und dem dort befindlichen Wildweibchenstein gaben ordentlich Nahrung für wilde Geschichten und Sagen ab, so daß man sich heute noch die unglaublichsten Geschichten erzählt.

Viel Spaß beim Schmökern !