Der Wildweibchenstein

Unweit der Freiheit, ca. 10 Minuten zu Fuß liegt eine Felsformation an einem Abhang, der allgemein als Wildweibchenstein bekannt ist.

Die Geschichte erzählt, daß hier in früher Zeit zwei wilde Kräuterweiblein in einer Höhle am Fuße dieses Felsens hausten.


Die wilden Weiber, Federzeichnung von W.E. Potratz

Des öfteren wagten sie sich bis an den Ortsrand Laudenaus und erbaten sich Brot oder andere Dinge.

Die Bauern, die freigiebig zu ihnen waren, fanden anderntags zur Belohnung silberne Löffel in Ihrer Schublade.

Am meisten beschäftigt hat die Leute aber der seltsame Spruch, den man die Weiber des öfteren sagen hörte :

"Wenn die Bauern wüßten, zu was die wilden weißen Haiden und die wilden weißen Selben gut sind, dann könnten sie mit silbernen Karsten hacken!"

Das Rätsel ist leider bis heute nicht gelöst, so daß die Bauern in Laudenau noch immer Karsten ( Hacken ) aus Eisen benutzen müssen !

Auch in Zusammenhang mit Rudolf von Rodenstein gibt es eine Geschichte.

Er soll einmal etwas mit einer der Weiber zu tun gehabt haben, wobei ein Knabe entstand. Der Jäger hat sich aber seit dem Tag nicht mehr dort blicken lassen. Als er aber eines Tages an jenem Felsen zu Rast niedersaß und einschlief, fiel ihm sein Hut herunter.

Da wurde er von einer Stimme geweckt, die sagte :" Willst du wohl deinem Vater den Hut aufheben!", worauf ein blonder Knabe ihm den Hut reichte. Da erkannte er seinen Sohn und nahm die Beiden reumütig zu sich.

Zurück